Das Bewusstsein
Das Bewusstsein legt sich über die Menschen und bedeckt sie, hält sie warm und aufrecht, ohne ihnen die Sicht zu nehmen oder den Blick zu verklären.
Neunundneunzig gegen Eins
Artgerecht gehalten? Regelmäßig geölt und gewartet? Zwang oder Miteinander? Kommunikationsstop mit steifem Genick. Sich verweigern oder sich an die Kandare legen lassen. Die Wahl der Qual. Vertrauensbruch und Arbeitsverweigerung. Anruf zwecks Brauchbarkeit, Verhaltensauffälligkeit wegen Gehorsamsdefizit unter Androhung von Dämmerschlaf im Maschinenwald. Schlaraffenland? Neunundneunzig gegen Eins.
Heimat
Ich bin meine Heimat. Meine Heimat bin ich. Ich strebe nicht, nichts strebt nach mir. Ich bin meine Heimat. Meine Heimat bin ich. Ich bin nicht oben nicht unten. Ich bin nicht rechts nicht links, ich bin nicht vorn, nicht hinten. Ich bin nicht hier, ich bin nicht dort. Ich bin nicht West, nicht Süd, … Weiterlesen
Trost
Ich werde dich streicheln, deinen Kopf in meinem Schoß, dich wiegen im Rhythmus, stetig wie Freude und Qual, dein Beben und Schluchzen ist in liebkosenden Händen, für das Meer deiner Tränen bau ich dir ein Floß. Ich küsse deine Trauer fort, wenn sie dich niederringt. Wenn du deine Augen schließt, werde ich eine Zeit für … Weiterlesen
Was am Ende bleibt
Welch Narr bin ich zu glauben, dass Liebe alles überwindet? Um Erniedrigung zu erfahren? Oder Kränkung? Oder Verkenntnis? Und ich erstumme? Nun, mein kleines Herz ist voller Fülle. Stimmen lauschen wir, viele die Hülsen sprechen nach denen wir uns sehnen. Ewig flüsternd in unsere Ohren, Augen so zu verbergen ihr wahres Herz. Und zu verschütten … Weiterlesen
Die Spielabläufe sind verinnerlicht und automatisiert. An Dynamik hat das Spiel gewonnen. Und es ist unendlich, keiner erinnert die ersten Spielzüge. Nicht die Spieler, nicht die klatschenden Zuschauer. Wer liest die Karten? Wer betrachtet uns von allen Seiten? Verfolge die Geschichte, oder vergiss sie, und du beleuchtest das Spiel. Darin ist die Wahrheit.
Mensch
Welch Schönheit dem Menschen innewohnt, ein Blick auf ihn zu werfen es sich lohnt. Wenn über Papier gebeugt, die Augen gesenkt, er dem Papiere Leben schenkt, und die Lider flattern auf und nieder über Worte, Sätze, Zeilen, Lieder. Er mit dem Stifte kratzt und schreibt die Seele woanders doch hier mit dem Leib. Wenn mit … Weiterlesen
Vorwärts
Zu einer Zeit als der Mensch in Furcht erstarrt vor dem was er erschaffen noch voller Zweifel oder voll von Stolz dass dies sein Werk. Gehandelt wurde ohne zu Denken gesprochen, wenn, dann mit Hinterlist oder Hohn? Und nun? Ich packe meinen Koffer… Gewalt und Wut, Moral und Blindheit, Na, wenigstens etwas, welch irre Wahl… … Weiterlesen
Der freie Wille
Es galoppiert der Wille auf dem Felde der Freiheit im Farbenmeer der Fülle wechselnd nicht die Schatten der Gestirne sondern wandernd in den Tiefen der unveränderlichen Veränderbarkeit. Verwoben mit innerster Berührung den Blick nach vorn geworfen ohne Gegensätzlichkeit. Entlang dem Faden des Lebens in das nächste Elixier nachlässig ohne zu vergessen, weht die Fahne und … Weiterlesen
Absurde Kraft
Mit Sanftmut schwebt der Welten Atem und haucht mit feiner Führung Farbe auf des Himmels Hoch. Ertrunken im unendlichen Warten, hinab gezogen in den Sog, traut hier kein Mensch in diesem Rhythmus zu wiegen. Im Augenaufschlag des Universums, dem Streicheln der Existenz, ist der Mensch ereilt oder erstarrt. Selbst im wunderschönsten Himmelsrot. Unüberwindbar erscheint eine … Weiterlesen
Der böse Blick
Die Menschen schauen dich nicht an um etwas Neues zu entdecken, sie blicken dich an um das zu sehen, was sie glauben zu sehen. Manche Menschen mustern dich vom Kopf bis zu den Zehen und in ihren Augen sollst du bestehen, sollst seien was sie wollen doch das wird nicht geschehen. Denn du bist nicht … Weiterlesen
Freiheit
Es schleichen durch meine Windungen, hin durch alle Wendungen in ungeahnten Wandlungen, Ideen für Abhandlungen.
Dichterleben
Der Mensch, der sitzt und starrt und schreibt in bemühter Heiterkeit. Geschworen, nie nur zuzusehen, Zusehen oft nur das, was bleibt. In der Sekunde, in der ich schreib und in Aktion mich wähne. Der Mensch, der Menschlichkeit zu Ehren, aufgehalten sich zu wehren, ist Wegsehen auserkoren. Im schweigenden Kollektiv trotz aller Lehren. Nicht die Massen … Weiterlesen
Individualkultur
Was bist du? Denk-, Red-, Schreib-Maschine? Oder Mensch? Hinfort, Biographie! Deine Speise, dein Getränk nicht interessiert, und nur gering die Dinge, die dir passiert. Sprichst durch dein Sein, denn ICH höre dich, heute so und morgen so, ganz so wie es MIR beliebt. Und so wie ich über dich werte, so werte mich: nämlich elastisch … Weiterlesen
Standpunkt
1 ist nicht eins. 1 kann eins sein. 0 ist nicht null. 0 kann null sein. Verrückte, eingebrannte Parameter, vermessen ist´s, vermessen seid´s. Konsens gibt es nicht, nur den Willen dazu. Und wenn ich soll, dann will ich nicht. Und ich muss nicht, weil ich kann.
Against Interpretation
DIE Moral von der Geschicht`, die gibt es nicht, die gibt es nicht. Mein Verständnis zu begehren,verdient nur eines: es zu verwehren. Schon aus Trotze lob ich´s mir, Brotkrumen zu legen wider Gier. Nicht falsch, nicht richtig, diese sind nichtig. Witzig sind die, die´s sehen als Test, als Beweis, dass Wissen sich messen lässt. Ach, … Weiterlesen
Die Brille aufsetzen
Die große Errungenschaft, das Individuum in das Bewusstsein zu rücken, wird mit Füßen getreten, belacht, schließlich zerrissen zu tausenden Stücken. Wandeln wir noch immer blind, taub und sehen nicht dies tragische Schicksal. Auch dass die Sonne um die Erde kreist, glaubten wir einmal. Doch tief, wie tief sind wir in das Dilemma geritten, stummer Schmerzen … Weiterlesen
Unendlichkeit
Radha ist niemals allein, im Geiste ganz erfüllt. So folge nun ihrem Ideal, ums irdisch zu verein’. Es bleibt, so scheint es, hier zu wählen, Ehefrau und ahnungslos, Geliebte und erkenntnisreich, einsam sind sie beide. Warum sollte man sich quälen? Als Frau entscheiden sollst du dich, willst Eheweib oder Geliebte sein? Welch eine faule Auswahl, … Weiterlesen
Fragenstellerin
Das Spiel mit der Angst funktioniert besser denn je, vertauscht sind die Zeichen. Die Frage ist nicht mehr, woher kommen wir oder wohin gehen wir oder wer sind wir? Die Frage ist keine Frage mehr. Denn die Antwort steht bereits. Wozu fragen? Die Angst vor dem Spiel demontiert irgendwann jeden, der unwissend die Zeichen zu … Weiterlesen
Leben
Keine Musik aus den Fenstern obwohl es scheint Leben denn die Lampen sind belebt. Doch kein Gesicht bewegt sich hinter Gläsern, außer bewegten Bildern in der Kiste. Wenn ich eine Familie gründe, eines Tages, werden unsere Gesichter zu sehen sein und es werden unserer Bilder sein hinter dem Glas. Und wir werden leuchten wie das … Weiterlesen
Lebenshauch
Bläulich dämmert am Hügel hinab zu See matter Schimmer im Schmelzen der weiche Schnee. In den Nebeln gestaltlos wie verblichene Träume schwimmen vielästige Kronen verstorbener Bäume. Aber durchs Dorf durch alle schlummernden Gassen wandelt der Nachtwind schlendert lau und gelassen rastet am Zaun und lässt in den dunklen Gärten und in den Träumen der Jugend … Weiterlesen
Leben leben
Für den einen ist es Glück, für den anderen ist es Schuld. Für den einen ist es Hast, für den anderen ist es Geduld. Für den einen ist es alles, für den anderen ein Stück. Dennoch ist die Erde Erde, dennoch ist der Himmel Himmel, dennoch ist die Sonne Sonne und der Mond Mond und … Weiterlesen
Innere Erkundung
Der Hülle sich entledigen, um der Begrenzung zu entfliehen. Dann wird Freiheit tragen, und Ganzheit ist, denn vereint sind sie. Sehnsucht ist menschlicher Ausdruck, auf den Spuren unserer Selbst. Ahnung ist das Geschenk mit der lebt, wer leben will. Hören erinnert und führt auf den Pfad. Schmecken stützt über auf und ab. Sehen fordert und … Weiterlesen
ABC des Jetzt
Alles Beginnt Chor Der Einsetzt. Figuren Gehen Hinüber Ins Jahrhundert Kabuff, kabuff. Lauter Mondschein Norden? Osten? Pffff. Quatsch! Riech! Streichle! Tobe! Umflattert Vorbei Wellenartig. Xenophobie Yoga Zugleich.
YingYang
Radi-Karl und Messi Gung, liefen um `nen See herum, hielten sich an beiden Händen, konnt` man drehen und konnt` man wenden. Denn die beiden brauchen sich Im hier und jetzte, ewiglich. Denn Radi-Karl gibt Messi Gung Freiheit und Berechtigung. Und mit Messi Gung darf Radi-Karl Besonders sein, so ist`s nun mal. Und die eine bedingt … Weiterlesen
