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		<title>Poetry Man &#8211; Pégase, das Mischwesen</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Nov 2011 02:25:10 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Liegewiese]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Wasserhahn tropft. Das Plätschern durchbricht die Stille im Raum. Diese Szene ist in Filmen nicht neu. Fast scheint es als genüge sie sich inzwischen selbst, als Ausdruck eines künstlerisch-ästhetischen Anspruchs. Ein Wasserhahn tropft. Das Plätschern durchbricht die Stille im Raum. Nicht so in Mohamed Muftakir´s „Pégase“. In diesem Moment offenbart sich der Film, schreit&#160;&#8230; <a href="http://dichtenunddenken.wordpress.com/2011/11/19/poetry-man-pegase-das-mischwesen/">Weiterlesen</a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=dichtenunddenken.wordpress.com&amp;blog=5480845&amp;post=618&amp;subd=dichtenunddenken&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ein Wasserhahn tropft. Das Plätschern durchbricht die Stille im Raum</em>. Diese Szene ist in Filmen nicht neu. Fast scheint es als genüge sie sich inzwischen selbst, als Ausdruck eines künstlerisch-ästhetischen Anspruchs. <em>Ein Wasserhahn tropft. Das Plätschern durchbricht die Stille im Raum.</em> Nicht so in <a title="Trailer" href="http://www.youtube.com/watch?v=Bgm3TX8QfQI">Mohamed Muftakir´s „Pégase“</a>. In diesem Moment offenbart sich der Film, schreit seine ganze Thematik. Der Tropfen, der in das mit Wasser gefüllte Waschbecken fällt, wird zum Wegweiser. Zum blinkenden Signal. Es geht nicht um den Tropfen, sondern darum worauf er zeigt. Es geht nicht um die Tatsache, dass er auf eine Wasseroberfläche trifft und sie kreisförmig zerstreut. Es ist die ultimative Aufforderung an den Zuschauer sich unter die Wasseroberfläche zu begeben. Nicht auf ihr zu verweilen oder sich schlicht an dem Schauspiel zu erfreuen. Oder sich mit dem zu begnügen, was die Augen einem zeigen. Der Tropfen wird zum Pfeil in die Tiefe. Die große Frage steht im Raum: Was liegt darunter? Was ist das Verborgene? Das Geheimnis? Was ist nicht nur die chronologische sondern die Diachronie und Synchronie sprengende Komponente?</p>
<p>Wer ist das Mädchen, das zerschunden auf einer Straße aufgefunden wurde und nun kauernd auf den kalten Fliesen in der Ecke hinter Gitterstäben eines heruntergekommenen so genannten Krankenhauses in einem Nachthemd sitzt und nichts weiter von sich gibt, als immer während zitternd zu flüstern: „ Der Herr der Pferde. Er wird kommen.“ und „Ich muss um Verzeihung bitten.“? Ihre Mauer zu durchbrechen, das ist die Aufgabe der Psychologin Zineb. Doch Zineb weigert sich. Zunächst. Es ist als müsse erst die Psychologin Vertrauen zu ihrer Patientin fassen und nicht umgekehrt. Und Szene für Szene entblättert sich vor den Augen der Zuschauer eine unfassbare Geschichte. Eine Tragödie. Ein verkettetes Leiden, nicht nur einzelner Protagonisten sondern aller. Jeder auf seine Art. Eine Liebesgeschichte. Ein Thriller. Eine psychologische Geisterbahnfahrt. Ein Gedicht. Eine Geschichte, die nicht nur von Frauen in einer patriarchalisch strukturierten Gesellschaft erzählt. Einem Fazit bei dem man zum Stehen bleiben verlockt wird, weil der ganze Film so vermarktet wird.</p>
<p>Mohamed Muktabar erzählt nicht, er zeigt.</p>
<p>Einen Vater, der selbst unter dem Druck der gesellschaftlichen Erwartungen steht. Der nicht mehr umkehren kann, sondern tiefer und tiefer in die Mühlen einer zweifelhaften Ehrvorstellung um jeden Preis gerät und am Ende die Ehre selbst durch sein Handeln in Frage stellt. Der andere dafür zahlen lässt, mit in den Abgrund zieht. Und selbst den Preis dafür zahlt.</p>
<p>Einen Arzt, der die Liebe als Laster interpretiert und sich dazu verdammen lässt, die Scherben der Gesellschaft vor den Augen eben derer verborgen zu halten. Der am Stock geht und Pflichtbewusstsein von echtem Mitgefühl kaum noch zu unterscheiden vermag. Und doch hinter den Scherben hinterher jagt.</p>
<p>Eine funktionierende Krankenschwester, die ihre Gefühle hinter einem farblosen Kopftuch versteckt und reagiert anstelle zu agieren. Sie ist nicht mehr als ein verlängerter Arm, leblos aber mit manikürten Fingernägeln. Überzeugt, das Richtige zu tun.</p>
<p>Und dann sehen wir Zayd, der als Waise im Schatten der Moschee aufwächst, dort lesen und schreiben lernt und das Mädchen Rihana erkennt. Er ist der tragische Held des Films. Ein von Mut und Eigengeist Durchdrungener, der schon als Kind sagt, dass es egal ist, wie man schreibt oder zeichnet, sondern dass zählt was man dabei fühlt.  Zayd ist Kraft, spirituell und materiell. Ein Mischwesen. Er ist es, der immer wieder ausbrechen will. Nicht allein, sondern niemanden zurück lassend. Er ist nie nur Träumer, nie nur Getriebener, sondern immer sowohl als auch. Und wird am Ende von der Gefangenheit, der Zerrissenheit seiner Mitmenschen selbst umgeworfen. Seine Träume, seine Ziele zerbersten in viele Stücke. Sein Leben zerbrochen, wie das rohe Ei, das er auf den Boden wirft. Weil schließlich selbst die Geliebte scheitert sich zu erkennen. Und zu sich zu stehen und damit auch zu ihm. Traumatisiert ist am Ende nicht nur das Mädchen in der Krankenhauszelle.</p>
<p>In Zeiten, die Grenzen und nicht Freiheit als Lebenselixier sieht &#8211; sowohl mental als auch real &#8211; ist dieser unaufgeregte Film eine Herausforderung, aber auch Bestätigung. Charaktere verschwimmen, werden klar, um uns wieder alles Gesehene und Geglaubte über Bord werfen zu lassen. Unablässig die Grenzen nach außen zu drücken, sie zu hinterfragen, so ist der ganze Film selbst aufgebaut. Form und Inhalt fließen ineinander über. Keine Szene ist überflüssig. Jedes Bild deutet auf ein nächstes oder ergänzt ein vorheriges. Bis auf wenige Momente, in denen  eine aggressive Bildanreihung tatsächlich angebracht ist, kommt Mohamed Muktabar mit einer Stille und Reduziertheit aus, die alle Plakatiertheit und jeden Krach zu übertönen vermag. Jedes Bild, beinahe jede Geste ist ein Kunstwerk an sich. Ohne gekünstelt zu wirken. Oder gar Flucht anbietet. Raum für Emotion wird geschaffen, die sonst in der Geschwindigkeit untergeht und an Bedeutung verliert. Das ist Kunst.</p>
<p>Wer sind wir? Wer oder was macht uns dazu? Was ist Traum und was Wirklichkeit? Was ist Subjektivität und Objektivität? „We´ve read Freud, Jung&#8230;but can we really put ourselves into the role of our patients? Can we really understand them?“, fragt Zineb. Nicht, wenn wir es nicht schaffen unsere Herzen mit unserem Verstand zu verbinden.</p>
<p>2011 wurde die Produktion auf dem <a title="FESPACO" href="http://de.wikipedia.org/wiki/FESPACO">Festival FESPACO</a> mit dem Etalon d´or de Yennenga ausgezeichnet. „Pégase“ ist Mohamed Mouftakirs erster Film in Kinospielzeitlänge. Zuvor drehte er einige Kurzfilme.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/dichtenunddenken.wordpress.com/618/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/dichtenunddenken.wordpress.com/618/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/dichtenunddenken.wordpress.com/618/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/dichtenunddenken.wordpress.com/618/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/dichtenunddenken.wordpress.com/618/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/dichtenunddenken.wordpress.com/618/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/dichtenunddenken.wordpress.com/618/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/dichtenunddenken.wordpress.com/618/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/dichtenunddenken.wordpress.com/618/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/dichtenunddenken.wordpress.com/618/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/dichtenunddenken.wordpress.com/618/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/dichtenunddenken.wordpress.com/618/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/dichtenunddenken.wordpress.com/618/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/dichtenunddenken.wordpress.com/618/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=dichtenunddenken.wordpress.com&amp;blog=5480845&amp;post=618&amp;subd=dichtenunddenken&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>We get wings, but we need to fly by ourselves.</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Nov 2011 13:03:48 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[We can not condemn our parents nor our grandparents for it is their responsibility what we are today. I´ve learned reflection, I´ve learned to pursue happiness &#38; I´ve learned to pursue my dreams, not only for myself but in consequence for the well-being of all. Any revolution that does not understand the past, the history,&#160;&#8230; <a href="http://dichtenunddenken.wordpress.com/2011/11/16/599/">Weiterlesen</a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=dichtenunddenken.wordpress.com&amp;blog=5480845&amp;post=599&amp;subd=dichtenunddenken&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>We can not condemn our parents nor our grandparents for it is their responsibility what we are today. I´ve learned reflection, I´ve learned to pursue happiness &amp; I´ve learned to pursue my dreams, not only for myself but in consequence for the well-being of all. Any revolution that does not understand the past, the history, will not understand the present thus is not able to change the future. It will not succeed. Logically after all, I prefer rebellion to the term revolution.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/dichtenunddenken.wordpress.com/599/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/dichtenunddenken.wordpress.com/599/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/dichtenunddenken.wordpress.com/599/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/dichtenunddenken.wordpress.com/599/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/dichtenunddenken.wordpress.com/599/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/dichtenunddenken.wordpress.com/599/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/dichtenunddenken.wordpress.com/599/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/dichtenunddenken.wordpress.com/599/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/dichtenunddenken.wordpress.com/599/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/dichtenunddenken.wordpress.com/599/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/dichtenunddenken.wordpress.com/599/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/dichtenunddenken.wordpress.com/599/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/dichtenunddenken.wordpress.com/599/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/dichtenunddenken.wordpress.com/599/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=dichtenunddenken.wordpress.com&amp;blog=5480845&amp;post=599&amp;subd=dichtenunddenken&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<description><![CDATA[<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=dichtenunddenken.wordpress.com&amp;blog=5480845&amp;post=583&amp;subd=dichtenunddenken&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
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<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/dichtenunddenken.wordpress.com/583/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/dichtenunddenken.wordpress.com/583/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/dichtenunddenken.wordpress.com/583/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/dichtenunddenken.wordpress.com/583/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/dichtenunddenken.wordpress.com/583/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/dichtenunddenken.wordpress.com/583/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/dichtenunddenken.wordpress.com/583/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/dichtenunddenken.wordpress.com/583/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/dichtenunddenken.wordpress.com/583/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/dichtenunddenken.wordpress.com/583/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/dichtenunddenken.wordpress.com/583/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/dichtenunddenken.wordpress.com/583/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/dichtenunddenken.wordpress.com/583/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/dichtenunddenken.wordpress.com/583/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=dichtenunddenken.wordpress.com&amp;blog=5480845&amp;post=583&amp;subd=dichtenunddenken&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_571" class="wp-caption alignnone" style="width: 533px"><a href="http://dichtenunddenken.wordpress.com/2011/11/16/569/blog-foto2/" rel="attachment wp-att-571"><img class="size-full wp-image-571" title="Blog Foto2" src="http://dichtenunddenken.files.wordpress.com/2011/11/blog-foto2.jpg?w=640" alt=""   /></a><p class="wp-caption-text">stairway to heaven</p></div>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/dichtenunddenken.wordpress.com/569/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/dichtenunddenken.wordpress.com/569/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/dichtenunddenken.wordpress.com/569/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/dichtenunddenken.wordpress.com/569/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/dichtenunddenken.wordpress.com/569/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/dichtenunddenken.wordpress.com/569/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/dichtenunddenken.wordpress.com/569/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/dichtenunddenken.wordpress.com/569/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/dichtenunddenken.wordpress.com/569/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/dichtenunddenken.wordpress.com/569/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/dichtenunddenken.wordpress.com/569/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/dichtenunddenken.wordpress.com/569/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/dichtenunddenken.wordpress.com/569/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/dichtenunddenken.wordpress.com/569/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=dichtenunddenken.wordpress.com&amp;blog=5480845&amp;post=569&amp;subd=dichtenunddenken&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<pubDate>Wed, 16 Nov 2011 01:14:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dichtenunddenken</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://dichtenunddenken.wordpress.com/2011/11/16/562/blog-foto1-4/" rel="attachment wp-att-564"><img class="alignnone size-full wp-image-564" title="Blog Foto1" src="http://dichtenunddenken.files.wordpress.com/2011/11/blog-foto13.jpg?w=640" alt=""   /></a></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/dichtenunddenken.wordpress.com/562/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/dichtenunddenken.wordpress.com/562/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/dichtenunddenken.wordpress.com/562/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/dichtenunddenken.wordpress.com/562/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/dichtenunddenken.wordpress.com/562/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/dichtenunddenken.wordpress.com/562/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/dichtenunddenken.wordpress.com/562/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/dichtenunddenken.wordpress.com/562/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/dichtenunddenken.wordpress.com/562/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/dichtenunddenken.wordpress.com/562/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/dichtenunddenken.wordpress.com/562/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/dichtenunddenken.wordpress.com/562/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/dichtenunddenken.wordpress.com/562/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/dichtenunddenken.wordpress.com/562/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=dichtenunddenken.wordpress.com&amp;blog=5480845&amp;post=562&amp;subd=dichtenunddenken&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<pubDate>Tue, 15 Nov 2011 01:27:30 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>

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		<description><![CDATA[Alle revolutionären Ideen und Initiativen erfahren im Kontinuum der Zeit eine Wandlung, eine Übersetzung der jeweiligen Bedürfnisse und Umstände. Läuft eine Idee durch vielzählige Hände verschiedenster Köpfe erleben ursprüngliche Forderungen eine Fälschung, die nicht unbedingt im negativen Sinne verstanden werden dürfen, sondern eher im Sinne einer Erweiterung, Ergänzung, Umbildung. Gerade der Begriff der Aufklärung durchlebte,&#160;&#8230; <a href="http://dichtenunddenken.wordpress.com/2011/11/15/335/">Weiterlesen</a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=dichtenunddenken.wordpress.com&amp;blog=5480845&amp;post=335&amp;subd=dichtenunddenken&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Alle revolutionären Ideen und Initiativen erfahren im Kontinuum der Zeit eine Wandlung, eine Übersetzung der jeweiligen Bedürfnisse und Umstände. Läuft eine Idee durch vielzählige Hände verschiedenster Köpfe erleben ursprüngliche Forderungen eine Fälschung, die nicht unbedingt im negativen Sinne verstanden werden dürfen, sondern eher im Sinne einer Erweiterung, Ergänzung, Umbildung. Gerade der Begriff der Aufklärung durchlebte, und durchlebt noch immer, eine stete Neubildung, Reduzierung, Vertiefung, Erweiterung aller Dimensionen in Bedeutung und Zweck. Er unterliegt einer Dynamik, geformt, gezerrt, gezogen. Das ist Aufklärung. Die Möglichkeit dynamisch zu sein.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/dichtenunddenken.wordpress.com/335/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/dichtenunddenken.wordpress.com/335/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/dichtenunddenken.wordpress.com/335/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/dichtenunddenken.wordpress.com/335/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/dichtenunddenken.wordpress.com/335/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/dichtenunddenken.wordpress.com/335/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/dichtenunddenken.wordpress.com/335/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/dichtenunddenken.wordpress.com/335/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/dichtenunddenken.wordpress.com/335/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/dichtenunddenken.wordpress.com/335/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/dichtenunddenken.wordpress.com/335/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/dichtenunddenken.wordpress.com/335/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/dichtenunddenken.wordpress.com/335/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/dichtenunddenken.wordpress.com/335/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=dichtenunddenken.wordpress.com&amp;blog=5480845&amp;post=335&amp;subd=dichtenunddenken&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<pubDate>Thu, 10 Nov 2011 01:18:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dichtenunddenken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bilder]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich feile gerade am neuen Design und einem Update dieser Seite. Schöngeister dieser Welt, verzeiht die Unruh.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=dichtenunddenken.wordpress.com&amp;blog=5480845&amp;post=371&amp;subd=dichtenunddenken&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich feile gerade am neuen Design und einem Update dieser Seite. Schöngeister dieser Welt, verzeiht die Unruh.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/dichtenunddenken.wordpress.com/371/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/dichtenunddenken.wordpress.com/371/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/dichtenunddenken.wordpress.com/371/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/dichtenunddenken.wordpress.com/371/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/dichtenunddenken.wordpress.com/371/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/dichtenunddenken.wordpress.com/371/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/dichtenunddenken.wordpress.com/371/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/dichtenunddenken.wordpress.com/371/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/dichtenunddenken.wordpress.com/371/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/dichtenunddenken.wordpress.com/371/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/dichtenunddenken.wordpress.com/371/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/dichtenunddenken.wordpress.com/371/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/dichtenunddenken.wordpress.com/371/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/dichtenunddenken.wordpress.com/371/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=dichtenunddenken.wordpress.com&amp;blog=5480845&amp;post=371&amp;subd=dichtenunddenken&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Fünfmal Lachen &#8211; Dreimal Lachen ist nicht genug</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Nov 2011 12:39:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dichtenunddenken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurze Geschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Nein. Nein. Nicht aufstehen. Bin doch gerade erst ins Bett. Das schön warme Bett. Meine Falle. Ok, Schwung geholt. Zack. Boom. Klamotten. Dusche. Kaffee. Äh, nein. Genau andersrum. Oh oh, jetzt wird’s knapp. Schal, Jacke, Handschuhe. Blöder Winter. Rase die Treppe runter, springe immer die letzten vier Stufen. Tür aufgerissen. Hab ich den Herd ausgemacht?&#160;&#8230; <a href="http://dichtenunddenken.wordpress.com/2011/11/08/funfmal-lachen-dreimal-lachen-ist-nicht-genug/">Weiterlesen</a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=dichtenunddenken.wordpress.com&amp;blog=5480845&amp;post=360&amp;subd=dichtenunddenken&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nein. Nein. Nicht aufstehen. Bin doch gerade erst ins Bett. Das schön warme Bett. Meine Falle. Ok, Schwung geholt. Zack. Boom. Klamotten. Dusche. Kaffee. Äh, nein. Genau andersrum. Oh oh, jetzt wird’s knapp. Schal, Jacke, Handschuhe. Blöder Winter. Rase die Treppe runter, springe immer die letzten vier Stufen. Tür aufgerissen. Hab ich den Herd ausgemacht? Noch 3 Minuten. Guten Morgen, Platz da! Rascheln, hecheln, taptap, taptap, taptap. Im Laufschritt. Platz da! Krah, krah, krah über mir. Ich höre ihn. Da, ich sehe ihn. Schneller! Warte! <em>Rrr</em><em>ruuuuu</em><em>sch</em><em>sch</em><em>sch</em><em>! </em>Zack, weg isser. Busfahrer, Mann. Gesehen hat er mich. Noch 7 Minuten. Shit. Fluche, schreie innerlich. Das Herz klopft, puckert, puckert. Das schaff ich nie. Trotzdem, wieder. Japsen, hecheln, taptap, taptap, taptap, taptap. Blicke mich um mit jedem Schritt, laufe rückwärts, sehe meinen Atemwolken hinterher. Kein Taxi in Sicht. Vorlesung, Bib, ins Büro, heute abends zum Training, danach in die Karmaschleuse. Davor essen. Oder danach. Oder irgendwann. Nächste Woche wird’s ruhiger. Wer rastet, der rostet. Ich raste nie und roste trotzdem. Wohl die Luftfeuchtigkeit, denke ich. Und lache. Zum ersten Mal heute.</p>
<p>Ja, ja, Zeitmanagement. Wie „Zeit“ managen, wenn <em>Zeit</em> gar nicht existiert? <em>Zeit</em> gibt es? Wer sagt das? Die Uhr. Nicht meine. Klar, sie tickt. Aber sie gibt keine Zeit. Sie nimmt sie. <em>Ruuuuusch. Ruuuuusch. Ruuuusch. </em>Das ist die Musik der Stadt. Über die Saiten der asphaltierten Violinen und Kontrabasse huschen die blechernen Bögen und führen eine Oper auf, die jeden Komponisten vor Neid erblassen lässt. Hauch von Nostalgie weckt der drahtige Esel mit dem Mädchen mit den roten Wangen, zusammengekniffenen Augen und wehendem Haar. Hoffentlich ist der Herd aus. Den noch Schlafenden sei die wahre Ruhe gegönnt. Der Schnee gaukelt Ruhe nur vor. Fällt langsamer als Regen. Schnee hat Zeit zu tanzen, doch als Eis zeigt H2O sein wahres Gesicht. Schnee ist das Ausholen zur Ohrfeige. Ruhe? Pah! Schnee sorgt für Hektik, Panik. In der Stadt. Bevor die Ruhe einkehrt. Wir lieben ihn, weil er als Ausrede herhält. Früher losgehen. Früher? Kenn ich nich. Gibt es nicht, weil ein Ereignis nahtlos in das nächste übergeht. Früher heißt über <em>Zeit</em> zu entscheiden. Früher heißt, das Kind zu gebären und zwar noch vor dem Vögeln. Geht das etwa? Nein. Nur in der Bibel. Bei Maria, armer Joseph. Wohl heimlich geknutscht, wa? Maria warf ein Auge auf Joseph und wünschte sich ein Baby von ihm. Vielleicht wird man durch Küssen doch schwanger?! Der Wille versetzt bekanntlich Berge. Frau denkt schon immer im entscheidenden Moment mit dem Kopf. Bis heute verdienen manche Frauen so ihren Unterhalt. Ja, die Frau ist Schnee. Der richtige Mann bringt sie zum Schw&#8230;, ach nein bitte, Schmelzen. Wieder ein Wunder!! Aus Eis wird Feuer. Die Tür öffnet sich vor mir. „Ein Ticket, bitte!“ „Kurzstrecke oder Durststrecke?“ Kurzstrecke, klar, wenn es bis zur Hölle reicht. Station Fegefeuer von Mehdorn persönlich geschlossen (Wiedereröffnung vielleicht 2012), daher reicht´ s heute für ne direkte Fahrt. Suuuuuuper! Beeeaaaaaam!! Lieber ab und zu ordentlich erhitzte Wangen als ein ewiger Eisblock. Im Namen des Penis, des Herzens und des Verstandes. Umarmen. Soviel Zeit muss sein. Ist für die Liebe. Und ich lache. Zum zweiten Mal heute.</p>
<p>Wieso renn´ ich dann so? Achso! Die Bahn hat keine Zeit. Die Welt ist verrückt. Nein! Der Mensch! Verrückt im Bemühen normal zu sein. Ordentlich. Strukturiert. Die Welt ist richtig. Der Mensch ist falsch. Bringt Ordnung ins Chaos. Ha! Oooordnung ins Chaos! Freigeister dieser Welt, Schöngeister dieser Welt, eint euch nicht sondern bleibt wie ihr seid. Wir sind kein Stamm! Wir sind keine Gemeinschaft! Nichts! Kein Zug mit Waggons! Keine Kette aus Gliedern! Sondern ein Kuchen. Ein dicker, riesiger Kuchen. Mit Mehl, Eiern, Zucker, Salz, Zimt, Vanille und Apfelstückchen, Kirschen, Schokolade, Smarties, Biomilch von Elisabeth und Walnüssen. Aus dem Ofen, der Hölle, dem Urknall, Uruk, Ur, U. Was war zuerst da, das Huhn oder das Ei? Die Schreiber der Bibel und des Koran bekommen eine 6 in der Uni wegen Plagiats und müssen sich bei Frau Kunst entschuldigen. Zur Strafe habe ich Mitleid. Aber ich vergebe ihnen.</p>
<p>Schweigen, graue, strenge, in die Luft starrende Gesichter. Leere Blicke. Eisblöcke? Nein! Nichts schmilzt hier. Nur allein wollen sie sein. Sich selbst lieben wollen sie. Ja, ja, das Gepäck wiegt schwer. „Benimm!“ „Erst aussteigen lassen!“, sagt die alte Dame während sie mir den Gehstock von hinten in den Rücken drückt. „Alter vor Schönheit!“ „Vernunft siegt!“ Ja, die schlauen, das Leben banalisierenden Sprüche. Frage: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold? Antwort: Kommt immer zu spät. Ich habe es doch gewusst. Und Recht gehabt. Hätte ich mal was gesagt. Na toll, schönen Dank auch. Pah! Manchmal ist Schweigen sonst stumm, egoistisch, lethargisch. Passiv. Es ist kurz „vor zwölf“. Die Bahn fährt ein. Und ich lache. Zum dritten Mal heute.</p>
<p>Schaue mich um, irgendwo ein Platz frei? Das ist mein Bereich, das ist dein Bereich. Das ist verinnerlicht, wenn auch sonst nichts. Die Vierersitzbank mit dem Mädchen und dem schönen Kopftuch und dem Handy? Besetzt. Die Reihe mit dem älteren Herren, der sie griesgrämig anstarrt? Besetzt. Das Abteil mit dem wütend ausschauenden jungen Mann mit dem Café to go und dem Anarchiezeichen auf seinem Rucksack? Besetzt. Der Platz neben der Dame, die gedankenverloren aus dem Fenster starrt? Besetzt. Wo ist hier noch was frei? Die Blicke kreuzen sich aber überschneiden sich nicht. Es riecht nach Kaffee, Deo und kaltem Rauch. DÖDÜDÖ. Schschschschrumps. Eine Zeitung raschelt. Die Buchstaben fliegen draußen und drinnen vorbei. Einfach so inhaltslos, denn Inhalt öffnet die Augen. Und das Herz. Das Mädchen bekommt einen Anruf, der griesgrämige Mann schnauft, das Anarchiezeichen rückt sich zurecht. Und die Dame schaut aus dem Fenster. Ich bleibe an der Tür stehen und scharre mit dem Fuß. Der hoch gewachsene Mann gegenüber mustert meinen Fuß, zückt seinen Block und schreibt mir einen Strafzettel. „Sie steigen mit mir am nächsten Bahnhof aus. Scharren und übrigens auch Wippen mit den Füßen ist verboten.“ Verkündet er und kündigt lauthals durch den Waggon den Namen der nächsten Station samt Umsteigemöglichkeiten und Verkehrsanschlüssen an. Ich will das Spiel mitspielen, wenn auch ungern. Meine Eltern erschrecken jedes Mal, wenn ich ihnen die Strafe in Form eines Überweisungsauftrages von 1,000,000 EUR unter die Nase halte. Die Dame am Fenster regt sich nun, zupft mich am Ärmel, flüstert. „Das brauchen Sie nicht! Der ist verrückt.“ Ich lache zum vierten Mal heute. Und muss nicht aussteigen. Die Angelegenheit darf doch in der Bahn erledigt werden, der Mann notiert meinen (erfundenen) Namen und fügt an: „Lachen ist erlaubt. Eltern haften für ihre Kinder.“</p>
<p>Ich steige aus, auf der anderen Seite. Ein Infostand weckt Neugierde. <em>Für Toleranz. Gegen Fremdenfeindlichkeit</em>. Ich schlendere hinüber. Will unterschreiben. Gegen Fremdenfeindlichkeit. Aber auch gegen Toleranz. Entsetzte Blicke. Das geht nicht. Enttäuscht laufe ich in meine Vorlesung. Wir sprechen über meinen Freund Nietzsche. Und dann lesen wir, alle eins im Lichte der geerbten Erfahrung, die Rede von Thomas Mann über Nietzsche in Zürich 1947. Plötzlich zitiert jemand aus „Mein Kampf“. Verirrte Stille. Verwirrte Welt. Der Adamsapfel meiner Dozentin zuckt. Wir bleiben tolerant. Ja. Nein. Als liberale Sozialkapitalistin wünsche ich mir eine monarchische Diktatur mit einer spirituellen Verfassung. Ohne Nation. Ach ja, aber Multikulti ist ja tot. Monokultur, die es von Natur aus nicht gibt. Sie schadet dem Boden. Aber der Mensch ist ja nicht Natur, sondern Mensch, nicht wahr? Nun, gehen wir mit ins Grab. Ich werfe mich in Gedanken in die Spree und träume davon ein Fisch zu sein. Den Himmel betrachte ich durch die wogende Wasseroberfläche. Das ist mir lieber als mich in die Garage zu stellen und zu glauben, ich sei nun ein Auto. Ein Automat mit genügend Benzin für den Weg ins Paradies. Ich frage mich, ob die Menschen dort auch über solch persönliche Dinge streiten. Vielleicht gibt es dort mehr Worte? Eine Sprache? Oder spricht man einfach nicht? Oder anders? Glück, gluck, gluck.</p>
<p>Meine Pflicht ist es schon hier glücklich zu sein. Auch wenn das Elend verschiedene Gesichter zeigt. Und die Menschen etwas vergilbt sind und verängstigt, weil sie nicht wissen wohin mit dem Stück Freiheit. Doch habe ich trotzdem fröhlich zu sein. Einfach so. Man hat keine Wahl. Hat man alles, ist man gefälligst glücklich. Ignoranz, hiermit taufe ich dich auf den Namen „Ewiges Grinsen“. Entscheidet euch! Glücklichkeit, Fröhlichkeit oder Wahnsinn. Ich werde traurig. Und sehne mich nach der Karmaschleuse. Dort wird man nicht ausgeschlossen, dort schließt man sich selber aus, selbst bestimmt. Man sieht nicht die Grenzen, sondern die Weite. Ich stelle eine Frage ohne Fragezeichen. Und man nimmt mich ernst. Jenseits von Synchronie und Diachronie. Ich rase zur Bibliothek, nehme andere Bücher mit als geplant und will nur weg. Eifrige Studenten umzingeln mich, meine Schultern rutschen hinab in den Schoss und ich reihe mich ein in die herabhängenden Mundwinkel. Der Altersdurchschnitt in diesem Zug ist jedoch merklich gestiegen. Ich kann nicht mehr anders. Ich muss lachen. Zum fünften Mal heute. Und ich werfe mich in den Rachen meiner Stadt, die mich hoffentlich nicht auf der falschen Seite ausspuckt. In die Arme meiner Stadt, die keine einsilbigen Antworten gibt, sondern Fragen stellt. Viele, viele Fragen. Ohne Fragezeichen.</p>
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		<title>Das Bewusstsein</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Nov 2011 00:02:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dichtenunddenken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Bewusstsein legt sich über die Menschen und bedeckt sie, hält sie warm und aufrecht, ohne ihnen die Sicht zu nehmen oder den Blick zu verklären.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=dichtenunddenken.wordpress.com&amp;blog=5480845&amp;post=358&amp;subd=dichtenunddenken&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Bewusstsein</p>
<p>legt sich</p>
<p>über die Menschen</p>
<p>und bedeckt sie,</p>
<p>hält sie</p>
<p>warm und aufrecht,</p>
<p>ohne</p>
<p>ihnen die Sicht</p>
<p>zu nehmen</p>
<p>oder den Blick</p>
<p>zu verklären.</p>
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